Gemüsegarten anlegen - Ratgeber mit Anleitung

In Deutschland und Umgebung können zahlreiche Gemüsesorten ohne spezielle Gewächshäuser selbst angepflanzt werden. Dazu gehören neben Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln und Knoblauch auch verschiedene Salate, Radieschen, Erbsen, Bohnen, Kohl und vieles mehr. In der Regel wird Gemüse im Frühjahr gesät und im Herbst geerntet. Es gibt auch Sorten wie Lauch und Kohl, die als Wintergemüse im Winter geerntet werden. Auf der anderen Seite gibt es auch wieder Sorten, die im Herbst in den Boden kommen, wie zum Beispiel Knoblauch.

Tipps für den Anbau von Knoblauch
Knoblauch kann zwar auch im Frühjahr gesteckt werden, aber wenn er im späten Herbst gepflanzt wird, mit dem Einfluss von Kälte seine Wurzeln besonders kräftig werden, wird auch der gesamte Knoblauch kräftiger und reichhaltiger im Wuchs, was eine bessere Ernte bedeutet. Es wird vielfach empfohlen, keinen Supermarkt-Knoblauch aus Südländern zu stecken, da dieser die kalten Winter in unserer Region nicht gewöhnt ist. Bewohner von milden Regionen Deutschlands, wie etwa der Pfalz, könnten dennoch auch mit diesem Knoblauch Erfolge haben.

Anlegen eines Gemüsegartens
Der ideale Gemüsegarten liegt geschützt, zum Beispiel etwas vertieft oder mit einer Mauer umgeben. Sowohl sonnige als auch halbschattige Standorte werden von den Pflanzen bevorzugt. Vor dem Anbau sollte der Boden gründlich vorbereitet werden. Jede Pflanze hat unterschiedliche Ansprüche an Bodenbeschaffenheit und Nährstoffgehalt.

Pflanzgemeinschaften
Die Natur macht es vor: Unterschiedliche Pflanzen auf engstem Raum. Zusammen gedeihen sie besonders gut, weil sie sich gegenseitig unterstützen. Pflanzen nehmen nicht nur Nährstoffe auf, sondern geben auch welche ab. Flachwurzler und Tiefwurzler. Vielzehrer und Schwachzehrer. Pflanzen unterschiedlicher Familien. Sie alle passen zusammen und können sich gegenseitig unterstützen. Dazu spart es Platz, wenn die Pflanzen dicht zusammen wachsen. Bodenbedeckende Pflanzen sorgen für die Feuchthaltung des Bodens. Eine gute Mischkultur ist das Geheimnis einer reichen Ernte ohne Chemie.

Beispiele für stimmige Pflanzgemeinschaften
Kartoffeln und Kapuzinerkresse, Zwiebeln und Möhren, Radieschen und Erbsen, Tomaten und Petersilie. Sie alle helfen sich auf unterschiedliche Weise. Zwiebeln und Möhren schützen sich zum Beispiel vor Zwiebel- und Möhrenfliegen. Wieder andere Kombinationen sorgen für besseren Geschmack.

Nachsaat
Ein weiterer Punkt, der zu beachten ist, ist die richtige Nachsaat. Rhabarber bleibt zehn Jahre am selben Platz. Tomaten können zwei Jahre am selben Platz stehen. Die meisten einjährigen Pflanzen benötigen jedoch jedes Jahr einen neuen Standort, da der alte genau die Nährstoffe verloren hat, die gebraucht werden. Am besten, sie werden an eine Stelle gepflanzt, wo vorher eine passende andere Pflanze gewachsen ist, welche entsprechende Nährstoffe abgegeben hat und benötigte Nährstoffe für die neue Pflanze nicht genutzt hat.